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Bericht über das Jahr 2010
 
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Jahresbericht
Vorstand
 

1. Das Altenheim in Hetzeldorf ist die älteste Einrichtung unseres Vereins und die Tätigkeit entfaltet sich in 3 nebeneinander liegenden Bauernhäusern. Mit den Jahren wurden noch verschiedene Räumlichkeiten angebaut. Auch im Jahr 2010 wurden verschiedene Reparaturen getätigt und es wurde mit Spenden von einem Heimbewohner und Spenden aus dem Ausland 2 Lagerräume angebaut, da die EU-Vorschriften es so verlangen. Es müssten aber in diesem Frühjahr die Innenarbeiten fertig gestellt werden. Von der Kirchengemeinde Herrenberg wurden Spenden für die Kosten der Heimbewohner überwiesen, sowie Spenden für Heizkosten. Das Pfarrehepaar Deutsch und ihre Spender versorgten unsere Heimbewohner mit Kleidern, Schuhwerk, Bettwäsche, Medikamenten und zu Ostern und Weihnachten mit je einem Geschenk für Heimbewohner und Angestellte. Im Spätsommer waren sie auch wieder für 3 Wochen zu Besuch und haben im Heim mitgeholfen und ihre Kenntnisse in Sozialarbeit weitergegeben. Auch Familie Spam, die im November zu Besuch war, hat wieder das Altenheim mit Desinfektionsmitteln, Bettwäsche, Kleidern und Windeln versorgt und für jeden Heimbewohner für Weihnachten eine Überraschung vorbereitet. Die „Rumänienhilfe Ried“ spendete für das Heim landwirtschaftliche Geräte und auch Geldspenden. Von der Diakonie Nordhausen erhielten wir einen Wasserbehälter für den Fall einer Dürre und falls die Brunnen nicht genug Wasser hervor geben, was in den letzten Jahren für kurze Zeit immer wieder der Fall war. Ebenfalls erhielten wir noch Desinfektionsmittel, Krankenbetten und Weihnachtspäckchen für die Heimbewohner. Weitere Spenden für das Altenheim erhielten wir von der Kirchengemeinde Goldkronach, der Paul-Gerhard-Gemeinde in Hameln, der Rumänienhilfe Hausach, Fam. Hansert und vom Förderverein der Siebenbürger Sachsen in Österreich. Ebenfalls erhielten wir noch Einzelspenden, die wir nicht alle aufzählen können, doch gilt unser Dank allen in gleichem Maße.

Die Landwirtschaft und die kleine Tierfarm haben auch einen guten Ertrag abgegeben, in einer Höhe von 108.877 Lei. Die Produktion wurde ausschließlich für das Altenheim verwendet. Die Beschäftigungstherapie der Heimbewohner, von denen die meisten aus dem ländlichen Bereich kommen, bleibt durch die Tätigkeit in der Landwirtschaft gewährleistet. Im Altenheim arbeiten 1 Heimleiter, 1 Verwalter, 2 Köchinnen, 2 Krankenpflegerinnen und 5 Pflegerinnen, zurzeit jedoch nur 4, da eine in Rente gegangen ist und wir die freie Stelle noch nicht besetzen konnten. Die Angestellten helfen auch bei der Feldarbeit mit. Im letzten Jahr hatten wir 3 Todesfälle und 2 Neuzugänge.

Die Kosten im Altenheim betrugen 549.854,73 Lei. Das sind um 51.186,94 Lei mehr, als im Vorjahr 2009. In Folge sind die Kosten um 10,36 % gestiegen, gegenüber dem Anstieg von 2009, der 16,44 % betrug. Ein Heimplatz kostete im Jahr 2010 bei einer Besetzung von 30 Personen 1.527,37 Lei (356,46 Euro), gegenüber dem Jahr 2009 von 1.385,19 Lei (346,29 Euro).

Die Einnahmen des Altenheims setzen sich wie folgt zusammen:

1. Staatliche Subventionen 61.000,00 Lei (11,09 %)
2. Renten der Heimbewohner 153.498,00 Lei (27,92 %)
3. Beiträge der Heimbewohner 42.863,00 Lei (7,80 %)
4. Spenden 183.616,73 Lei (33,39 %)
5. Eigenbeitrag (Landwirtschaft und Tierfarm) 108.877,00 Lei (19,80 %)
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TOTAL: 549.854,73 Lei (100 %)


2. Die zweitgrößte Einrichtung des Diakonievereins ist die Küche „Essen auf Rädern“. Im Jahr 2010 wurden 28.603 Portionen vorbereitet und ausgefahren. Im Vorjahr waren es 28.595 Portionen. Ebenfalls hat die Küche für die Gemeindefeste in Scharosch (Frühjahr) und Pretai (Herbst) gekocht. Die Küche versorgt als soziale Einrichtung in erster Reihe Sozialfälle, Alte und Kranke, und kocht für Gäste des Diakonievereins, der Kirchengemeinde, des Kirchenbezirks und des Deutschen Forums. Neben dem regelmäßigen Einsatz von Montag bis Freitag (das Essen wird am Freitag auch für Samstag ausgetragen) wurde die Küche auch an Wochenenden und Feiertagen beansprucht. Auch diese Einrichtung, wie auch das Altenheim, erfreut sich der Unterstützung seitens des Staates durch einen jährlichen Beitrag für Sozialfälle.
Die Gesamtkosten belaufen sich im Jahr 2010 auf 342.167,66 Lei. Im Jahr 2009 waren es 288.652,39 Lei. Die Kosten einer Mahlzeit betragen 11,96 Lei, um 1,86 Lei mehr als im Vorjahr, wo es 10,10 Lei war.

Die Einnahmen der Küche „Essen auf Rädern“ setzen sich wie folgt zusammen:

1. Staatliche Subventionen 104.600,00 Lei (30,57 %)
2. Beiträge der Nutznießer 128.623,00 Lei (37,59 %)
3. Spenden 108.944,00 Lei (31,80 %)
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TOTAL 342.167,66 Lei (100 %)

In der Küche werden 1 Verwalter, 1 Köchin und 3 Kochhilfen beschäftigt, wobei der Verwalter und eine Kochhilfe auch das Essen ausfahren. Dank der zuverlässigen Hilfe unserer Spender, sowie der staatlichen Subventionen, konnten wir die Qualität und Reichhaltigkeit der Mahlzeiten beibehalten.


3. Die Sozialstation „Samaritana“ konzentriert ihre Arbeit auf alte, kranke und hilfsbedürftige Gemeindemitglieder aus Mediasch und den Landgemeinden des Kirchenbezirks. Von 3 Samaritanerinnen sind 3 in Mediasch tätig und eine fährt auf die Dörfer, aber bringt auch die Kranken ins Krankenhaus nach Mediasch oder eine Spezialklinik. Die Samaritanerinnen werden nach einer Prioritätenliste zugewiesen und arbeiten mit dem Besuchskreis der Mediascher Kirchengemeinde zusammen. Die zentrale Lagerstelle für Verbandszeug, Medikamente und sonstiges Pflegematerial bedarf immer wieder neuer Ausrüstung. Spenden und Pflegematerial erhielten wir von Ehepaar Deutsch aber auch von Einzelspendern. Die Samaritanerinnen sind ausgebildete Krankenpflegerinnen und können folglich ärztliche Versorgungen professionell überwachen, Verbände wechseln, sowie Blutdruck und Zuckerspiegel messen. Auch helfen die Samaritanerinnen im Haushalt mit, tätigen Amtsgänge und begleiten die Kranken zum Arzt oder ins Krankenhaus. Im Jahr 2010 wurden 5.742 Besuche gemacht, von denen in Mediasch 4.032 und 1.710 in den Dörfern des Kirchenbezirks. 21 Personen wurden ins Krankenhaus gebracht.
Der Medikamentendienst ist der Sozialstation untergeordnet, doch möchte ich ihn gesondert nennen. Er besteht darin, dass bedürftige in Krankheitsfällen einen Teil der verschriebenen Medikamente abrechnen können. Dieses jedoch nur so lange, bis die Spenden, die für diesen Zweck eingegangen sind, aufgebraucht wurden. Im Jahr 2010 wurden 377 Auszahlungen gemacht, in Wert von 16.891,55 Lei. Es ist einer der schwierigsten Arbeitsbereiche des Diakonievereins. Die Zahl der Kranken innerhalb der Gemeindemitglieder ist im Steigen begriffen. Die Folge ist, dass die zur Verfügung stehende Summe meistens nicht ausreicht und sich die Zielgruppe stets vergrößert. Im letzten Jahr erhielten wir Spenden für diesen Zweck von der Kirchengemeinde Herrenberg und dem Johanniterbund Bonn.
Der Diakonieverein vermittelt auch finanzielle Unterstützungen an Hilfsbedürftige in besonderer Not. Der Grad der Bedürftigen wird aus dem monatlichen, bzw. jährlichen Einkommen, den Familienverhältnissen, dem Gesundheitszustand, sowie den beweglichen und unbeweglichen Vermögen, soweit es vorhanden ist, ermittelt. Die Hilfeempfänger werden regelmäßig von den Samaritanerinnen besucht, die den Grad der Bedürftigkeit am besten einschätzen können, auch auf Grund der ärztlichen Atteste. Im Jahr 2010 konnten Dank der Spendern aus Herrenberg an 338 Personen in Mediasch und 57 Personen auf den Dörfern eine Winterhilfe als Zuschuss für die Energiekosten ausgezahlt werden.
Eine andere Form von Unterstützung ist die unregelmäßige und einmalige Unterstützung. Diese Form kommt in besonderen Krankheitsfällen in Frage. Zum Beispiel bei kostspieligen Operationen, Transporte ins Krankenhaus oder Spezialkliniken. Unterstützungen in Form von Lebensmittel wurden von der Kirchengemeinde Höchstadt an 234 Senioren und 162 Kinder verteilt.
Eine weitere Form der Unterstützung ist die, aufgrund der Bedürftigenlisten unserer Kirchengemeinde. Es gibt 5 Listen, je nach Grad der Bedürftigkeit, die diese Unterstützung monatlich oder trimestriell erhalten. Der Spender für diese Unterstützung ist die Heimatgemeinschaft Mediasch. Auf diesem Wege möchten wir uns auch bei ihnen recht herzlich bedanken. Von der Kirchengemeinde Meißenheim wurden auch ans Krankenhaus in Mediasch zwei Bildschirme, sowie ein Ekograph übergeben. Und ebenfalls von der Diakonie Nordhausen 72 Lampen und 6 Krankenbetten, die uns von einem Krankenhaus in Leipzig freundlicherweise vermittelt wurden.

Der Diakonieverein hat sich durch seinen Einsatz für Kranke, Behinderte und Bedürftige in Mediasch bekannt gemacht. Mit kleinen Spenden haben wir auch anderen Vereinen geholfen, doch leider mussten auch Bittgesuche abgelehnt werden, weil die Mittel unseres Vereins nicht ausgereicht haben. Aus der Apotheke, die alle Medikamente aus Spenden erhält, wurden im Jahr 2010 an 903 Personen Medikamente ausgeteilt und 36-mal wurden Medikamente fürs Altenheim geliefert. Aus der Apotheke können alle Bewohner der Stadt anhand eines Rezeptes Medikamente erhalten, soweit sie vorhanden sind. Die Medikamente, die nicht angefordert werden, können nach Absprache ins Carl-Wolff-Altenheim nach Hermannstadt kommen. Im Jahr 2010 waren es 2 Lieferungen ins Krankenhaus Mediasch, an Dr. Morari, 3 an Dr. Oancea, 3 an Dr. Calcatinge, 1 Lieferung ins Krankenhaus Hermannstadt, an Apothekerin Dr. Scherer 6 Lieferungen, dem Diabetikerverein Mediasch 7 Lieferungen, und nach Rosch an Dr. Dogaru 3 Lieferungen. Die Kosten der Samaritanerinnen belaufen sich im Jahr 2010 auf 76.570,23 Lei, das ist um 6.385,85 Lei mehr als im Vorjahr 2009. Die Einnahmen kommen alle aus Spenden.


4. In der integrativen Jugendwerkstatt haben wir in diesem Jahr bloß die Tischlerei das ganze Jahr besetzt gehabt, da die Schneiderin nur 4 Monate gearbeitet hat und dann in Rente gegangen ist. In der Tischlerei wurden verschiedene Reparaturen für das Altenheim aber auch für die Häuser des Kirchenkastells durchgeführt. Auch in diesem Jahr wurde Weihnachtsschmuck angefertigt, der auf dem Weihnachtsmarkt in Herrenberg verkauft wurde und der uns eine schöne Summe eingebracht hat.
Die Kosten der Werkstatt belaufen sich auf 46.946,29 Lei, das ist um 18.053,34 Lei weniger als im Vorjahr 2009.


Nach dem Bericht über die 4 Einrichtungen möchte ich auch die vielfältige Arbeit der Geschäftsführerin erläutern. In ihren Bereich fallen alle organisatorischen Bereiche für alle Einrichtungen, bei Behörden vorzusprechen, die Verbindung mit den Vertretern des Arbeits- und Sozialministeriums zu halten, die angeforderten Dokumente für die Subventionen vorzubereiten. Sie hält die Verbindung mit dem Krankenhaus und mit den Ärzten, da wir immer wieder Heimbewohner im Krankenhaus haben. Dank ihrer Bemühungen ist es eine gute Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus. Oft muss sie Heimbewohner, aber auch Diakoniemitglieder bei verschiedenen Behörden vertreten. Auch in diesem Jahr haben wir die höchstmögliche Subvention erhalten.

An dieser Stelle möchte ich auch allen Spendern und Trägern unseres Diakonievereins danken, für die unermüdliche Hilfe, ohne die unsere Arbeit gar nicht möglich wäre. Zu unseren Trägern und Spendern zählen wir folgende: die Kirchengemeinde Herrenberg, die HG Mediasch, die Kirchengemeinde Mediasch, die Paul-Gerhard-Gemeinde in Hameln, der Johanniterbund Bonn, die Kirchengemeinde Goldkronach, das Gustav-Adolf-Werk, die Kirchengemeinde Meißenheim, der Verein der Siebenbürger Sachsen in Österreich, die Diakonie Nordhausen, Pfarrehepaar Deutsch mit ihren Spendern, Frau Karin Franke, Thomas Mark, Herr Carstens, Kirchengemeinde „Advent & Zachäus“ in Berlin mit Pfr. Pflug und anderen Spendern, Evangelischer Bund Hannover, Samuel Karres, Kirchengemeinde Höchstadt, Familie Hansert und noch viele andere Einzelspender, die ich aber hier nicht alle aufzählen kann. Ihnen allen gilt unser Dank in gleichem Maße.
Auch bei den Spendern, die sich bemüht haben, aus ihren Steuernabgaben die 2 % in unseren Verein fließen zu lassen, möchten wir danken. Auch bei den Mediascher Unternehmen „Medimpact“, „Transgaz“ und „Romgaz“, die auch zu unseren Spendern zählen, möchten wir uns bedanken. Auch sei Anerkennung und Dank allen unseren Angestellten zuteil, die täglich an ihren Arbeitsplätzen und auch darüber hinaus im Interesse des Dienstes arbeiten und Verantwortung wahrnehmen. Auch allen ehrenamtlichen Mitarbeitern gilt unser Dank, welche sowohl in der Leitung, aber vor allem auch an der Basis aus christlicher Nächstenliebe motiviert viel Arbeit geleistet haben.

 


Mediasch, im Februar 2011

 

Ursula Juga-Pintican, Vorsitzende
Pfrn. Hildegard Servatius-Depner, stellvertretende Vorsitzende

 

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