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Bericht über das Jahr 2013
 
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Das Jahr 2014 wurde von der Evangelischen Landeskirche als Jahr der Diakonie ausgerufen. Dadurch soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die diakonischen Einrichtungen, zu denen wir uns auch zählen, sehr wichtig sind, darin enthalten ist aber auch ein Aufruf diese zu unterstützen um unsere Arbeit auch weiter führen zu können. Der Ev. Diakonieverein Mediasch verfügt über 4 Einrichtungen, die ihren berechtigten Platz im Leben der schrumpfenden Gemeinde gefunden haben: das Altenheim in Hetzeldorf, die Küche "Essen auf Rädern", die Sozialstation "Samaritana" und eine Tischlerei.

Das Altenheim in Hetzeldorf wurde vor über 22 Jahren eingerichtet und hat im Laufe der Jahre viele Veränderungen erfahren. Im Altenheim arbeiten ein Heimleiter, zwei Krankenschwestern, zwei Köchinnen und fünf Pflegerinnen.

Im letzten Jahr hatten wir 5 Todesfälle und 4 Neuzugänge. Ein Heimplatz kostete im Jahr 2013 bei einer Besetzung von 30 Heimbewohnern 1467 Lei (rund 333 Euro). Im Vorjahr waren es 1795 Lei (413 Euro).

Die Kosten im Altenheim betrugen rund 528.000 Lei das sind um knapp 118.000 Lei weniger als im Vorjahr. In Folge sind die Kosten um 18,26 % gesunken.

Das ist darauf zurückzuführen, dass erstens nur noch 10 Angestellte beschäftigt sind, im Vorjahr waren es noch 11, zweitens keiner der Angestellten mehr pendelt und nicht zuletzt auf die gute Produktion in Landwirtschaft und Tierfarm, was vor allem dem Heimleiter zu verdanken ist.

Im letzten Jahr wurden die Lagerräume, dank der Hilfe der Diakonie Nordhausen fertiggestellt und mit dem nötigen Mobiliar ausgestattet, sowie die Nebenräume der Küche renoviert, Diese Räumlichkeiten wurden mit neuen Einrichtungen ausgestattet, so wie es die EU-Vorschriften erfordern. Die Arbeiten waren dank einer Spende des Diakonischen Werks Württemberg möglich. Auch im Haus Nr.171, dem ältesten der Einrichtung, wurde eine umfassende Innenerenovierung vorgenommen. Viele dieser Arbeiten wurden vom Heimleiter und den Angestellten des Diakonievereins in Eigenleistung ausgeführt.

Von der Kirchengemeinde Herrenberg, die Rumänienhilfe Meißenheim und die Brüder Spann, die uns mit den Wegscheidern im Oktober besuchten, sorgen wie jedes Jahr mit Sachspenden für das Wohl der Heimbewohner. Auch Frau Irene Liegenstorfer aus der Schweiz überraschte uns mit je einem Weihnachtspäckchen für die Heimbewohner aber auch für die Angestellten des Altenheims. Spenden erhielten wir auch von der Ev.-Lutherischen Kirchengemeinde Hameln, der Kirchengemeinde Goldkronach, dem Verein der Siebenbürger Sachsen Salzburg, Österreich, dem Johanniter-Bund Bonn, der Ev. Lutherischen Kirche Zürich, der Stiftung Maria im Elend Nordhausen, der Kirchengemeinde Bern, sowie von Einzelpersonen, die wir nicht alle aufzählen können, doch gilt unser Dank allen in gleichem Maße.

Die zweitgrößte Einrichtung des Diakonievereins ist die Küche "Essen auf Rädern", die auch schon seit über 20 Jahren besteht. Im Jahr 2013 wurden 28.080 Portionen vorbereitet und ausgefahren; im Vorjahr waren es 28.170. Die Küche bereitete auch das Essen für die Gemeindefeste in Mediasch für 430 Personen und in Frauendorf 400 Personen vor, aber auch für den WGT Studientag, Partnertreffen, Kuratorentreffen des Bezirks, für Arbeiter, die in der Kirchengemeinde tätig waren, für Organisten, Helferinnentreffen, für Gäste aus dem In- und Ausland sowie für das Zusammentreffen mit der Hilfsaktion Wegscheid beim deutschen Forum.

Bei "Essen auf Rädern" werden ein Verwalter, eine Hauptköchin und drei Köchinnen beschäftigt, wobei der Verwalter und eine Köchin auch den Fahrdienst übernehmen. Die Küche ist eine soziale Einrichtung und versorgt in erster Reihe Sozialfälle, Alte und Kranke. Das Essen wird von Montag bis Freitag ausgefahren, wobei am Freitag auch das Essen für Samstag dabei ist.

Auch diese Einrichtung erfreut sich der Unterstützung seitens des Staates durch einen jährlichen Beitrag für Sozialfälle. Die Kosten einer Mahlzeit stieg 2013 um 0.51 auf 13.93 Lei bedingt durch den Anstieg der Lebensmittelpreise. Um die Kosten nicht noch mehr zu erhöhen, haben die Angestellten für den Winter verschiedene Lebensmittel eingeweckt, unter anderem Paprika, Gogonele, Gurken, Kraut, grüne Bohnen, Salat, Spinat und Tomatenpaprika (Gogoşar). Der Essenspreis deckt nicht ganz die Hälfte der Kosten, der Rest kommt aus staatlichen Zuschüssen und Spenden zu je ca. 25 %.

Unter den Spendern dieser Einrichtung befinden sich die Heimatgemeinschaft Mediasch, der Johanniter-Bund Bonn, der Rotary-Club Main-Taunus, aber auch viele Einzelpersonen. Allen wollen wir unseren Dank aussprechen.

Die Sozialstation "Samaritana" konzentriert ihre Arbeit auf Alte, Kranke und hilfsbedürftige Gemeindemitglieder aus Mediasch und den Landgemeinden des Kirchenbezirks. In den ersten zwei Trimestern entfalteten zwei Samaritanerinnen in der Stadt ihre Tätigkeit und eine für die Dörfer. Im letzten Trimester war nur noch je eine für die Stadt und für die Dörfer verfügbar, nachdem uns eine verlassen hatte. Die Samaritanerin, die auf die Dörfer fährt, hat auch 37 Personen mit dem Diakonieauto ins Krankenhaus gefahren. Die Samaritanerinnen arbeiten mit dem Besucherdienst der Kirchengemeinde Mediasch zusammen und werden nach einer Prioritätsliste zugewiesen. Die Samaritanerinnen sind ausgebildete Krankenpflegerinnen und können ärztliche Verordnungen professionell überwachen, Verbände wechseln, Blutdruck und Zuckerspiegel messen. Auch helfen sie im Haushalt mit, tätigen Amtsgänge und begleiten die Kranken zum Arzt oder ins Krankenhaus. Im Jahre 2013 wurden 4412 Besuche abgestattet, davon 2732 in Mediasch und 1680 auf den Dörfern.

Der Medikamentendienst ist der Sozialstation untergeordnet, doch möchte ich ihn hier gesondert nennen. Er besteht darin, das Bedürftige in Krankheitsfällen einen Teil der verschriebenen Medikamente abrechnen können. Dieses jedoch nur so lange, bis die Spenden die für diese Zwecke eingegangen sind, aufgebraucht wurden. Es ist eine der schwierigsten Bereiche des Vereins, da die Zahl der chronisch Kranken steigt und uns die zur Verfügung stehenden Mittel nicht ausreichen. Aus der eigenen Apotheke, die alle Medikamente aus Spenden erhält, wurden im Jahr 2013 an 562 Personen Medikamente ausgeteilt und 15 mal wurden Medikamente ins Altenheim geliefert. Aus der Apotheke können alle Bewohner der Stadt an Hand eines Rezeptes Medikamente erhalten, soweit sie vorhanden sind. Nicht benötigte Medikamente wurden an das Krankenhaus Mediasch, das Krankenhaus Hermannstadt, an den Diabetikerverein Mediasch und an das Karl Wolf-Heim Hermannstadt abgegeben. Die zentrale Lagerstelle für Medikamente, Verbandzeug und sonstiges Pflegematerial muss immer wieder neue bestückt werden. Dafür erhielten wir Spenden von der Kirchengemeinde Herrenberg, dem Johanniter-Bund Bonn aber auch von Einzelpersonen.

Der Diakonieverein vermittelt auch finanzielle Unterstützung an Hilfsbedürftige in besonderer Not. Der Grad der Bedürftigkeit wird aus dem monatlichen Einkommen, den Familienverhältnissen und dem Gesundheitszustand, sowie dem beweglichen und unbeweglichen Vermögen, soweit es vorhanden ist ermittelt.

Die Hilfsempfänger werden regelmäßig von den Samaritanerinnen besucht, die den Bedürftigkeitsgrad am besten einschätzen können, aber auch auf Grund der ärztlichen Atteste beurteilen können.

Eine besondere Hilfsaktion ist die "Winterhilfe". Einen bedeutenden Beitrag zur "Winterhilfe" leistet schon seit Jahren die Heimatgemeinschaft Mediasch, aus deren Spendenbeitrag Mitgliedern der Kirchengemeinde Mediasch eine regelmäßige monatliche Unterstützung erhalten. Je nach Bedürftigkeit sind die Hilfsempfänger in fünf Gruppen eingeteilt, die unterschiedlich hohe Gelbeträge erhalten. Die Spender für diese Aktion sind ehemalige Mediascher, meist Mitglieder der HG Mediasch, die uns ihre Unterstützung über die HG, den langjährigen Partner der Diakonie in Mediasch zukommen lassen. Auch ihnen möchten wir herzlich danken, den Einzelspendern wie auch den Verantwortlichen der HG, für die Spenden selbst und für den langen Atem, den man zum Helfen braucht.

Dank der Spende von der Kirchengemeinde Herrenberg konnten wir an weitere 277 Personen in Mediasch und 60 Personen auf den Dörfern eine finanzielle Unterstützung auszahlen.

Eine andere Form der Unterstützung ist die unregelmäßige und einmalige Hilfe z. B. in besonderen Krankheitsfällen, wie bei kostspieligen Operationen oder Transporten in Spezialkliniken, oder Unterstützung in Form von Lebensmitteln. So wurden von der Kirchengemeinde Höchstadt auch im Jahr 2013 an 228 Senioren je 1 Paket und an 80 Familien mit Kindern je 2 Pakete verteilt. Ebenfalls spendeten die Hochstädter 300 Euro für eine Augenoperation eines Heimbewohners ohne eigenes Einkommen.

In der Tischlerei haben wir nur den Tischlermeister das ganze Jahr über beschäftigt. Im Jahre 2013 hat er zahleiche Reparaturarbeiten in Mediasch und Hetzeldorf durchgeführt, aber auch Möbel (Betten, Regale für das Gemeindehaus) und Kinderspielzeug angefertigt.

Im Jahr 2013 besuchten uns eine Gruppe aus Hochstadt unter der Leitung von Frau Irmgard Conrad, Herr Jürgen Hanßmann mit einer Gruppe der Kirchengemeinde Herrenberg, eine Gruppe von der Diakonie Nordhausen mit dem Vorsitzenden Andreas Weigel, Georg und Max Spann aus Wegscheid, Friedhelm Huser von der Rumänienhilfe Ried, Pfarrer Georg Schmidt einst Pfarrer und Mitgründer des Altenheims in Hetzeldorf, eine Gruppe Journalisten mit Vertretern der Diakonie Württemberg, Herr Norbert Kartmann, Landtagspräsident in Hessen mit 12 Vertretern des Landtags, Pfarrkonvent Besigheim, aber auch andere Reisegruppen von verschiedenen Kirchengemeinden aus dem In- und Ausland.

An dieser Stelle möchte ich auch allen Spendern und Trägern unseres Vereins danken für die unermüdliche Hilfe ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre.

Zu unseren Spendern und Trägern zählen wir die Kirchengemeinden Herrenberg, Mediasch, Goldkronach, Wörlitz, das Gustav-Adolf Werk, Johanniterbund Bonn, Bezirkskonsistorium Mediasch, Ev.-Lutherisch Kirchengemeinde Hameln, Diakonie Nordhausen, Ev.-Luth. Kirche Zürich, Kirchengemeinde Bern, HG Mediasch, Berlin-Friedrichshagen, östreichischer Verein der Siebenbürger Salzburg, Mediaschhilfe Meißenheim, Martin Luther Bund, Diakonie Württemberg, Hoffnung für Osteuropa, Pfarrehepaar Deutsch, Fam. Mark, Herr Carstens, Frau Lisa Pauer eine langjährige Spenderin die leider im Oktober verstorben ist, Rotary-Club Main Taunus, Hugo Scholz, Hermann Just, Ev. Frauenhilfe Bad Oeynhausen, und noch viele Einzelpersonen die ich nicht alle auflisten kann.

Es wurden auch 2 Kleideraufteilungen, eine im Frühjahr und eine im Herbst organisiert, wobei die Kleider von der Kirchengemeinde Herrenberg gespendet wurden.

Wir beteiligten uns auch beim Weihnachtsbasar der zusammen mit dem deutschen Forum und der Kirchengemeinde organisiert wurde.

Auch im Jahr 2013 spendete uns Herr Hermann Fabini 30 Siebenbürger Kalender mit denen wir uns bei den potentiellen Spendern bedankten, aber auch 250 Ansichtskarten von Mediasch. Auch Ihm möchten wir auch auf diesem Wege danken. Auch möchte ich allen Angestellten unseres Vereins einen Dank aussprechen,die täglich an ihren Arbeitsplätzen aber auch darüber hinaus im Interesse des Dienstes am Nächsten arbeiten und Verantwortung übernehmen.

Auch allen ehrenamtlichen Mitarbeitern gilt mein Dank, die sowohl in der Leitung aber vor allem auch an der Basis aus christlicher Nächstenliebe motiviert viel Arbeit geleistet haben.

 

Ursula Juga-Pintican, Vorsitzende

 

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